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„Zeigen Sie Respekt für unsere Ausbildung, Herr Weil!“

21. Nov 2019

Her Holger Stolz, Landesgeschäftsführer der Lebenshilfe Niedersachsen übergibt die Unterschriftenlisten für die Schulgeldfreiheit in der Heilerziehungspflege an Ministerpräsident Stephan Weil.

CDU-Landtagspolitiker Christoph Plett, Ministerpräsident Stephan Weil, Lisa Reinke – Heilerziehungspflegeschülerin an der Akademie für Rehaberufe, Sven Sander – stellv. Geschäftsführer der Lebenshilfe Peine-Burgdorf, Landesgeschäftsführer der Lebenshilfe Niedersachsen Holger Stolz (von links nach rechts)
CDU-Landtagspolitiker Christoph Plett, Ministerpräsident Stephan Weil, Lisa Reinke – Heilerziehungspflegeschülerin an der Akademie für Rehaberufe, Sven Sander – stellv. Geschäftsführer der Lebenshilfe Peine-Burgdorf, Landesgeschäftsführer der Lebenshilfe Niedersachsen Holger Stolz (von links nach rechts)

(Hannover 20.11.2019) Für die Schulgeldfreiheit in der Heilerziehungspflege sind im Haushalt 2020 der Landesregierung wiederholt keine Gelder eingestellt. Um an das Versprechen der Landesregierung zur Umsetzung der Schulgeldfreiheit zu erinnern, überreichte die Lebenshilfe Niedersachsen dem Niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil landesweit gesammelte Unterschriftenlisten.

Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels und deutlich zurückgehender Schülerzahlen betont die Lebenshilfe, dass jetzt schnell gehandelt werden müsse. „Die Situation ist dramatisch, landesweit gehen die Schülerzahlen zurück, zum Teil kommen erst gar keine neuen Klassen zustande und in Hannover wurde eine Fachschule Heilerziehungspflege zwischenzeitlich ganz geschlossen“ so Holger Stolz – Landesgeschäftsführer der Lebenshilfe Niedersachsen.

Heilerziehungspflegeschülerin Lisa Reinke von der Akademie für Rehaberufe erwartet von der Landesregierung, „dass Politik endlich handelt und die Arbeit im sozialen Bereich den gleichen Stellenwert und den Respekt bekommt wie z.B. die Arbeit im Automobilsektor. Nach der Umsetzung der Schulgeldfreiheit in der Erzieher*innenausbildung, der Pflege und den Gesundheitsfachberufen, muss nun konsequent auch in der Behindertenhilfe nachgelegt werden. Eine Politik zulasten von Menschen mit Beeinträchtigungen darf es nicht geben.“

Für die Lebenshilfe Peine-Burgdorf berichtete der stellv. Geschäftsführer Sven Sander im Gespräch mit dem Ministerpräsidenten von den heute schon bestehenden Schwierigkeiten, gut ausgebildetes Fachpersonal zu finden.

Unterstützung in ihrem Anliegen erhält die Lebenshilfe dabei vom CDU-Landtagsabgeordneten Christoph Plett, der sich vor Ort in der Lebenshilfe Peine-Burgdorf ein eigenes Bild von der Situation gemacht hat und den Termin beim Ministerpräsidenten vermittelt hat.

Hintergrund: Die Schüler*innen der Heilerziehungspflege werden mehrheitlich an Schulen in freier Trägerschaft ausgebildet. Das Land erstattet über die Finanzhilfe den Schulen in freier Trägerschaft rund 80 Prozent der Kosten. Die restlichen 20 Prozent müssen von den Schulen über ein Schulgeld finanziert werden. Aktuell beträgt das Schulgeld für jede*n Schüler*in zwischen 90 € und 150 € im Monat. Die Ausbildung ist darüber hinaus nicht vergütet.

Die Lebenshilfe Landesverband Niedersachsen e.V. wurde am 13. Oktober 1962 von 10 Orts- und Kreisvereinigungen gegründet. Heute gehören dem Landesverband 113 Mitgliedsorganisationen an. Über 75 % aller in Niedersachsen tätigen teilstationären Eingliederungseinrichtungen haben sich in der Lebenshilfe Niedersachsen als ihrem Dach- und Fachverband zusammengeschlossen. Die Lebenshilfe ist Elternvereinigung, Fachverband und Trägerin von Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigung. Der Selbsthilfegedanke hat dabei große Bedeutung. Über die Akademie für Rehaberufe bietet die Lebenshilfe Fortbildungen insbesondere für Fachkräfte, Menschen mit Beeinträchtigung und Angehörige an.
Mit Standorten in Hildesheim, Wildeshausen und Hannover ist die Lebenshilfe Niedersachsen Ausbilder in der Heilerziehungspflege in Niedersachsen. Die Geschäftsstelle des Landesverbandes der Lebenshilfe hat ihren Sitz in Hannover.

Kontakt:
Lebenshilfe Landesverband Niedersachsen e. V.
Nordring 8 G | 30163 Hannover
Tel.: 0511 . 909 257 00
FAX: 0511 . 909 257 11
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Ihr Ansprechpartner: Frank Steinsiek