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Ausschuss Offene Hilfen

Die Offenen Hilfen umfassen u.a. folgende Bereiche:

  • Familienentlastende Dienste (FED/FUD)
  • Reiseangebote
  • Freiwilligenmanagement
  • Sportangebote
  • Freizeitangebote
  • Offene Treffpunkte für Menschen mit Beeinträchtigung
  • Integrationsassistenz und Schulassistenz

Der Ausschuss Offene Hilfen setzt sich aus Fachleuten der niedersächsischen Lebenshilfen zusammen.

Aufgaben des Ausschusses Offene Hilfen sind:

  • Konzeptionsentwicklungen
  • Entwicklung und Information über Finanzierungsformen
  • Empfehlungen für die qualitative Weiterentwicklung der Angebote der offenen Hilfen
  • Stellungnahmen zu Gesetzesinitiativen
  • Fachtagungen
  • Aktionstag der Lebenshilfe Niedersachsen


    Der Ausschuss Offene Hilfen hat sich schwerpunktmäßig mit folgenden Themen im letzten Jahr beschäftigt:

    Niedrigschwellige, ambulante Hilfen

    Der Ausschuss Offene Hilfen hat sich auch in diesem Jahr intensiv mit den Fragen niedrigschwelliger, ambulanter Hilfen vor dem Hintergrund des Bundesteilhabegesetzes und veränderter Förderbedingungen beschäftigt.
    Die Offenen Hilfen sind mit ihrem Angebot unter anderem die flexible Ergänzung zu Pflegediensten und bestehenden teil- und stationären Angeboten der Eingliederungshilfe.
    Anerkennung niedrigschwelliger Betreuungsdienste nach dem § 45 SGB XI
    Einen breiten Raum hat weiterhin die Auseinandersetzung mit den niedersächsischen Regelungen zur Anerkennung niedrigschwelliger Betreuungsdienste nach dem § 45 SGB XI eingenommen. Einer der Hauptkritikpunkte der Lebenshilfe Niedersachsen ist, dass nach wie vor ausschließlich ehrenamtliche Kräfte zum Einsatz kommen dürfen. Dies läuft gegen die Anforderungen vor Ort: Die Begleitung von Menschen mit Beeinträchtigungen benötigt auch bei einer niedrigschwelligen Unterstützung in besonderen Situationen eine entsprechende Qualifizierung. Zudem lassen sich in vielen Regionen immer schwerer ehrenamtliche Kräfte finden, mit dem Ergebnis von sehr langen Wartezeiten und mangelnder Versorgung für Menschen mit Beeinträchtigung und ihren Familien. Diesen Umstand gilt es zügig zu ändern –das Niedersächsische Sozialministerium muss die entsprechende Verordnung zugunsten einer Öffnungsklausel zeitnah anpassen!

    Fachtag Pflege

    Im Rahmen der Verabschiedung des Bundesteilhabegesetzes wurde zeitgleich das Pflegestärkungsgesetz II reformiert. Die Leistungen der Pflege stehen damit weiterhin gleichrangig zu den Leistungen der Eingliederungshilfe allen Menschen mit Beeinträchtigungen zu. Zugleich hat sich aber die Abgrenzung der beiden Unterstützungssysteme zueinander verändert. Beide Unterstützungssysteme benutzen den Begriff der Teilhabe. In der Abgrenzung geht es um konkrete Fragen der Praxis, um für den jeweiligen betroffenen Menschen Unterstützung zu bekommen, z. B. für ein passendes Wohnangebot. Mit einem großen Fachtag Pflege hat die Lebenshilfe Niedersachsen mit über 120 Teilnehmer*innen sich dieser Frage gewidmet. Der Fachtag wurde gemeinsam vorbereitet mit dem Ausschuss Wohnen. Es ging neben Fragen der Definition des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffes von der Eingliederungshilfe unter anderem um innovative19 Wohnformen, ambulante Pflege vor Ort, Fragen der Personalentwicklung, Hilfen für Kinder sowie Pflege oder Assistenz zur Teilhabe-Abgrenzung zwischen den Zielen von Eingliederungshilfe und Pflege. Dieses Thema wird die Lebenshilfe mit ihren Ausschüssen Offene Hilfen und Wohnen auch im nächsten Jahr begleiten.

    Handreichung Poolbildung

    Das Bundesteilhabegesetz hat die Möglichkeiten zur Poolbildung bei verschiedenen Angeboten gestärkt. Unter Poolbildung versteht man das Zusammenfassen bisheriger individueller Unterstützungsangebote zu einem gemeinsamen Unterstützungsangebot für eine Gruppe von Menschen. Der Bedarf an Schulbegleitung ist in der Vergangenheit als individueller Unterstützungsanspruch eines einzelnen Kindes/Jugendlichen mit Beeinträchtigung im Rahmen der Umsetzung von Inklusion in der Schule stark gewachsen. Das Ansinnen einer Poolbildung, die eine strukturelle Unterstützung des Systems Schule bietet – losgelöst vom einzelnen Schüler*innen – ist richtig. Sie muss aber für die Schüler*innen bedarfsgerecht ausgestaltet sein und der Individualanspruch darf bei einem besonders hohen Bedarf dadurch nicht gefährdet werden.
    Mitglieder des Ausschusses erarbeiteten dazu gemeinsam mit dem Paritätischen Niedersachsen eine Handreichung zu den unterschiedlichen Modellen der Poolbildung. Diese soll als Arbeitshilfe für die Praxis vor Ort dienen.

    Aktionstag 2019

    Alle zwei Jahre feiert die Lebenshilfe Niedersachsen ihren Aktionstag zusammen mit einer örtlichen Lebenshilfe. In diesem Jahr hat der Aktionstag unter dem Motto „Vielfalt feiern“ in Hameln stattgefunden. In Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe Hameln-Pyrmont sowie der Stadt Hameln organisierte der Ausschuss Offene Hilfen diesen Aktionstag. Die Schirmherrschaft für den Aktionstag hat die Niedersächsische Sozialministerin Dr. Reimann übernommen.