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Ausschuss Kindheit und Jugend

Der Ausschuss Kindheit und Jugend beschäftigt sich mit den Themen von der Frühen Kindheit bis zum Ende der Schulzeit. Er setzt sich aus Fachleuten der niedersächsischen Lebenshilfen zusammen.

Aufgaben des Ausschusses Kindheit und Jugend sind:

  • Fachtagungen
  • Konzeptionsentwicklung
  • Empfehlungen für die qualitative Weiterentwicklung der vielfältigen Angebote für Kinder und Jugendliche
  • Stellungnahmen zu Gesetzesentwürfen
  • Beratung des Landesvorstandes


Der Ausschuss Kindheit und Jugend hat sich schwerpunktmäßig mit folgenden Themen im letzten Jahr beschäftigt:

Übergang der Zuständigkeiten

Die Ausschussarbeit wurde im vergangenen Jahr insbesondere von dem geplanten Übergang der Zuständigkeiten für den Bereich von Kindern und Jugendlichen von dem Land auf die kommunale Ebene im Rahmen der Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes geprägt. So hat der neue Landesrahmenvertrag „kommunal“ eine hohe Bedeutung für bestehende Leistungsangebote. Heilpädagogische Kindergärten, Sprachheilkindergärten und Tagesbildungsstätten sind zukünftig in kommunaler Zuständigkeit. Mit dem Übergangsvertrag werden diese Angebote absehbar mit gleichbleibenden Qualitätsstandards übergeleitet. Dies schafft Sicherheit zuallererst für die betroffenen Kinder und Jugendlichen und deren Familien, aber auch nicht zuletzt für die Institutionen vor Ort und ihren Mitarbeiter*innen. Landesweit gültige Standards hinsichtlich Qualität und Finanzierung sind aus Sicht des Ausschusses wichtig, um einem neuen kommunalen Flickenteppich vorzubeugen.

Tagesbildungsstätten

Auf jeder Tagesordnung findet sich das Thema wieder. Vor dem Hintergrund des Urteils des Bundessozialgerichts zu den Kosten von Tagesbildungsstätten wurde zwischenzeitlich bei Erweiterungen oder Investitionen die Erweiterung der Betriebserlaubnis verweigert. Angesichts der Weigerung des Kultusministeriums, auf der Grundlage des Urteils Verantwortung zu übernehmen, wird vom Ausschuss die Bereitschaft der Kommunen für einen Übergangsvertrag sehr begrüßt.

Interdisziplinäre Frühförderung – IFF

Das Bundesteilhabegesetz sieht einen Landesrahmenvertrag für interdisziplinär arbeitende Frühförderstellenvor. Das Land Niedersachsen hat dazu die beteiligten Vertragsparteien an einen Tisch geholt, um die in der Vergangenheit absolut unzureichende Empfehlung neu zu verhandeln. Die Grundidee der Komplexleistung – also verschiedene Leistungsangebote aus einer Hand –wird vom Ausschuss begrüßt. Allerdings braucht es zum einen qualitativ gute Rahmenbedingungen und zum anderen eine auskömmliche Finanzierung. Gemeinsam mit den Verbänden der Freien Wohlfahrt wurden dazu unter Einbeziehung von Praktiker*innen aus verschiedenen Frühförderstellen auf Grundlage von Standards der Vereinigung Interdisziplinäre Frühförderung Positionen zur notwendigen Qualität und zur Vergütung erarbeitet.

Schulbegleitung

Schulbegleitung ist im Rahmen der Umsetzung von Inklusion ein stetig wachsender Bereich vor Ort. Dies stellt das Modell in der heutigen Umsetzung auf den Prüfstand. Durch das Bundesteilhabegesetzwird das Erbringen von Unterstützung für eine Gruppe von Menschen mit Beeinträchtigungen mit einem vergleichbaren Bedarf erleichtert (Poolmodell). Der Ausschuss hat Vor- und Nachteile diskutiert und bewertet.

Landesweite Standards für Fachberatung

Viele Lebenshilfen vor Ort bieten im Auftrag des örtlichen Kostenträgers Fachberatung im Bereich frühkindlicher Bildung und Betreuung für andere Einrichtungsträger an. Diese Vereinbarungen unterliegen den Gestaltungen und Rahmenbedingungen vor Ort. Der Ausschuss Kindheit und Jugendvergleicht die unterschiedlichen Rahmenbedingungen und will daraus abgeleitete Standards entwickeln, die möglichst verbindlich in das Gespräch mit den kommunalen Spitzenverbänden bei der Abstimmung zukünftiger Landesrahmenverträge eingebracht werden soll.

Einsatz heilpädagogischer Fachkräfte in integrativen Kindertagesstätten

Die aktuellen Regelungen in integrativen Gruppen sehen vor, dass eine heilpädagogische Kraft das Team der Gruppe ergänzt. Angesichts immer längerer Öffnungszeiten im Rahmen von Ganztagsangeboten passt diese Regelung nicht mehr zu den veränderten Realitäten vor Ort. Aus Sicht des Ausschusses muss diese Regelung angepasst werden, damit auch Familien mit Kindern mit Beeinträchtigung von der längeren Betreuung profitieren können.