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Ausschuss Wohnen

Der Ausschuss Wohnen setzt sich aus Fachleuten der niedersächsischen Lebenshilfen zusammen.

Aufgaben des Ausschusses Wohnen sind:

  • Fachtagungen
  • Konzeptionsentwicklung
  • Empfehlungen für die qualitative Weiterentwicklung des Wohnangebotes
  • Stellungnahmen zu Gesetzesentwürfen
  • Beratung des Landesvorstandes


Der Ausschuss Wohnen hat sich schwerpunktmäßig mit folgenden Themen im letzten Jahr beschäftigt:

Die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes zieht insbesondere im Wohnen für Menschen mit Beeinträchtigungen große Änderungen nach sich. Die in Niedersachsen zwischen den Leistungserbringern und den Leistungsträgern gefundene Lösung zur Trennung der Fachleistung von der Hilfe zum Lebensunterhalt minimiert den Aufwand auf beiden Seiten immens. Trotzdem bleibt für die Einrichtungen und in der Folge für die Bewohner*innen eine Menge an Veränderungen übrig, die zu mehr Verwaltungsaufwand bei allen Beteiligten sorgen. Der Ausschuss Wohnen hat sich im vergangenen Jahr im Rahmen seiner Aktivitäten schwerpunktmäßig mit den anstehenden Veränderungen beschäftigt. Diese vielfältigen Aktivitäten des Ausschusses haben Eingang gefunden in einer ganzen Reihe von Tagungen, die durch den Ausschuss inhaltlich und organisatorisch begleitet wurden.

Leitertagung Stapelfeld

Die diesjährige Leitertagung in Stapelfeld hatte zum Schwerpunkt die Umsetzung des Niedersächsischen Bedarfsermittlungsinstrumentes B.E.Ni. Dabei wurden die Überlegungen zum Instrument selber vorgestellt und diskutiert. Ergänzt wurde die Auseinandersetzung um die Perspektive der Leistungserbringer. Welche Prozesse müssen in Wohneinrichtungen vor Ort an das neue Verfahren angepasst werden? In einem weiteren Themenschwerpunkt ging es um die Frage von Wirkung und Gewährleistung der Wirtschaftlichkeit und Qualität. Das neue Bundesteilhabegesetz sieht ein Prüfrecht durch den Leistungsträger vor. Nach einem Vortrag zu den rechtlichen Rahmenbedingungen wurde übermögliche Konsequenzen aus dem Prüfrecht diskutiert. Zum Abschluss der Tagung ging es um die Frage, welche Änderungen sich durch das Bundesteilhabegesetz auf die Vertragsgestaltung zur Leistungserbringung ergeben.

10. Landesweites Treffen der Bewohnervertretungen in St. Andreasberg

Beim diesjährigen 10. Landesweiten Treffen der Bewohnervertretungen ging es schwerpunktmäßig um Fragestellungen der Teilhabe. In Arbeitsgruppen und Vorträgen ging es um Fragen von Selbstbestimmung, persönlicher Zukunftsplanung, Bedarfsermittlung und Gesamtplanverfahren. Die Tagung wurde von einer Vorbereitungsgruppe von Mitgliedern des Ausschusses Wohnen, des Ausschusses der Selbstvertreter sowie Schüler*innen der Fachschule Heilerziehungspflege in Wildeshausen geplant und vor Ort begleitet. Die Kernaussage der Tagung lässt sich zusammenfassen mit dem Statement „Wir wollen uns selbst vertreten!“ – Teilnehmer*innen des 10. Landesweiten Treffens der Bewohnervertretungen fordern direkte Beteiligung der Menschenmit Beeinträchtigungen bei der Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes. Insbesondere bei der Auseinandersetzung mit dem Bedarfsermittlungsinstrument wurde deutlich, dass bislang viel zu wenig an Unterstützung für Menschen mit Beeinträchtigungen angeboten wird, um sie auf Augenhöhe am Verfahren zu beteiligen.

Fachtag Pflege

Zusammen mit dem Ausschuss Offene Hilfen hat der Ausschuss Wohnen einen Fachtag Pflegegeplant und durchgeführt. In einer ersten Standortbestimmung ging es um Fragen der Abgrenzung von Teilhabezielen in der Einigungshilfe und den Leitbildern aus der teilhabeorientierten Pflege. Die Tagung war erster Auftakt für die verbandliche Auseinandersetzung mit der Fragestellung. Der Ausschuss wird zusammen mit anderen Akteuren das Themaweiterbearbeiten.

Weitere Themen:

Heimmindestbauverordnung

Die geplanten Veränderungen in der Heimmindestbauverordnung wurden vom Ausschussausführlich diskutiert und beraten. Die Ergebnisse sind eingeflossen in eine entsprechende Stellungnahme des Landesverbandes.

Tagesstruktur für Senior*innen

Quantität und Qualität der Tagesstruktur für Senior*innen wurden dabei diskutiert und beraten. Das Thema wird weiterhin Gegenstand der Beratung des Ausschusses sein.