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Corona-Pandemie: Menschen mit Beeinträchtigungen brauchen unsere Unterstützung! Landesregierung muss Entscheidungen treffen!

17. Mär 2020

Viele Menschen mit Beeinträchtigungen gehören zur Risikogruppe. Daher brauchen sie jetzt besonders die Unterstützung der Gesellschaft. „Nehmen Sie die Hinweise des Landes Niedersachsen ernst. So schützen Sie besonders die Menschen, die mit dieser Krankheit nicht so gut klarkommen können“, sagt Holger Stolz, Geschäftsführer der Lebenshilfe Niedersachsen.

Gleichzeitig kritisiert die Lebenshilfe Niedersachsen, dass es bis heute keine landesweiten Regelungen zu den Angeboten der Behindertenhilfe gibt.

Einzelne Werkstätten für Menschen mit Behinderungen hatten am heutigen Dienstag geschlossen, andere geöffnet. Frühförder*innen besuchen Kinder in ihren Familien - andere Anbieter haben ihre Leistungen auf das notwendige beschränkt. „Hier hätten wir uns klare einheitliche Regelungen schon zum heutigen Dienstag gewünscht. Werkstätten und Tagesförderstätten sowie in weiten Teilen ambulante Angebote müssen einheitlich eingestellt werden“, so Stolz weiter. Dies diene nicht zuletzt dem Schutz von Menschen, die aufgrund ihrer Beeinträchtigung zur besonderen Risikogruppe bei einer Erkrankung am Covid-19 Virus zählen.

Doch manche Leistungen können nicht einfach so in der Behindertenhilfe eingestellt werden. Die Wohnstätten sind das Zuhause von Menschen mit Beeinträchtigungen und hier brauchen sie auch weiter Unterstützung. Gerade umso mehr, wenn die Werkstätten geschlossen werden, denn eine flächendeckende Tagesstruktur ist personell dort erst einmal nicht vorgesehen. Und auch bei Menschen mit Beeinträchtigungen, die Unterstützung in ihrer Wohnung durch das ambulant betreute Wohnen benötigen, kann man die Leistung nicht immer einfach so einstellen.
„Diese Kolleginnen und Kollegen, die dort ihren Job machen, verdienen unseren höchsten Respekt“, sagte Holger Stolz.

Gleichzeitig fordert die Lebenshilfe Niedersachsen für die Organisationen in der Behindertenhilfe, dass die Aufwendungen und Einnahmeausfälle finanziert werden. Ansonsten sei schon heute absehbar, dass viele Angebote vor Ort in existenzielle Schwierigkeiten kommen werden.

Die Lebenshilfe Niedersachsen stellt weitere Informationen auch in leichter Sprache auf der Homepage https://www.lebenshilfe-nds.de zur Verfügung.


Die Lebenshilfe Landesverband Niedersachsen e.V. wurde am 13. Oktober 1962 von 10 Orts- und Kreisvereinigungen gegründet. Heute gehören dem Landesverband 113 Mitgliedsorganisationen an. Über 75 % aller in Niedersachsen tätigen teilstationären Eingliederungseinrichtungen haben sich in der Lebenshilfe Niedersachsen als ihrem Dach- und Fachverband zusammengeschlossen. Die Lebenshilfe ist Elternvereinigung, Fachverband und Trägerin von Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigung. Der Selbsthilfegedanke hat dabei große Bedeutung. Über die Akademie für Rehaberufe bietet die Lebenshilfe Fortbildungen insbesondere für Fachkräfte, Menschen mit Beeinträchtigung und Angehörige an.

Mit Standorten in Hildesheim, Wildeshausen und Hannover ist die Lebenshilfe Niedersachsen Ausbilder in der Heilerziehungspflege in Niedersachsen. Die Geschäftsstelle des Landesverbandes der Lebenshilfe hat ihren Sitz in Hannover.


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